Théodore Dubois war Organist (u. a. an der Madeleine in Paris), Komponist, Pädagoge und Kapellmeister. Sein kompositorisches Werk umfasst nahezu alle musikalischen Gattungen. Am bekanntesten ist bis heute seine Orgelmusik geblieben, vor allem seine beiden Zyklen mit je zwölf Stücken. Der Butz-Verlag hat in den letzten Jahren einige weitere hoch bedeutende Werke der Vergangenheit entrissen, die ideale Literatur für Gottesdienst und Konzert darstellen.
César Franck schrieb seinen L’Organiste, Boëllmann seine Heures mystiques und Dubois stand ihnen in nichts nach! Völlig unbekannt blieben über 80 Jahre lang die hier wieder entdeckten 42 Stücke für Orgel (manualiter) oder Harmonium. Dubois erweist sich in ihnen als Meister der kleinen Form (die Stücke sind bis zu sieben Seiten lang); die klanglichen Charakteristika seiner mittleren und größeren Orgelwerke sind auch hier völlig ausgeprägt. Vom meditativen Charakterstück bis hin zum Petite Marche Solennelle sind so gut wie alle Genres vertreten. Ein unverzichtbares romantisches Vademecum für den liturgisch beanspruchten Organisten!
„Diese Neuausgabe der 42 Stücke bietet einen willkommenen Blick auf das Können des Pariser Meisters. Die Adaption der im Original für Harmonium oder pedallose Orgel komponierten Stücke auf eine Orgel dürfte keine Schwierigkeit darstellen und erhöht den klanglichen Reiz enorm. Empfehlung!“
[Peter Uhl in: Kirchenmusik im Bistum Trier 2/2005]
„[…] es handelt sich um zumeist kürzere Stücke, verfasst von einem Orgelmeister mit großem Gespür für Melodik und Rhythmik.“ [Norwegische Kirchenmusik 9/2004]
„Die 42 Stücke sind in ihrer formalen Vielfalt eine wahre Fundgrube in dem Einsatz in und um den Gottesdienst. Überwiegend leicht spielbar bereiten diese leichten Stücke uneingeschränktes Vergnügen beim
Spieler und Zuhörer. Einzelne Nummern (z.B. ‚Toccatina’) sind auch für das Konzert geeignet.“
[Friedrich Storfinger in: Musica sacra 2/2005]