Er zählt zu den meistgespielten Orgelkomponisten des 19. Jahrhunderts. Durch seine pädagogisch und an der gottesdienstlichen Praxis ausgerichteten Werke trug Herzog maßgeblich zu einer flächendeckenden Hebung des Orgelspielniveaus bei, was selbst Felix Mendelssohn Bartholdy und Josef Rheinberger zu höchsten Lobesäußerungen veranlasste.
Mit sanften Stimmen – diese im 19. Jahrhundert beliebte Spielanweisung für ruhige, meditative Stücke gab der vorliegenden Sammlung von 50 Kompositionen ihren Namen. Der Herausgeber, Nachfolger Herzogs im Amt des Leiters des Instituts für Kirchenmusik in Erlangen, nahm überwiegend leicht spielbare Werke dieses Genres bis zu vier Vorzeichen in diese Neuedition auf, die auch heute noch dankbares und gerne gehörtes Material für Gottesdienst und Unterricht bereitstellt.
„Die nach Tonarten geordneten Sätze vereinen all das in sich, was unter genuiner gottesdienstlicher Orgelmusik gemeinhin verstanden wird: Ein durchweg orgelmäßiger Satz (hier diskret mit dem ‚Parfum’ der Mendelssohnzeit
behaftet), prägnante Themen, perfekte liturgische Längen und eine ganz natürlich wirkende Kontrapunktik.“ [Urs Aeberhard in: Musik & Gottesdienst 3/2008]
„[...] So gibt es hier viel gottesdienstliche Gebrauchsmusik für wenig Geld, leicht ausführbar und auch für kleinere Instrumente geeignet, im ‚romantischen’ Klangbild, aber dennoch mit abwechslungsreicher Motivik und Satztechnik.“ [Hans Schott in: Gottesdienst und Kirchenmusik 3/2008]
„Die vorliegende Sammlung vereinigt ruhige, meditative Stücke, die sich in jeder Art von Gottesdienst verwenden lassen. Klangschöne, leicht umzusetzende Stücke von nur ein bis zwei Seiten Länge bieten die Möglichkeit, qualitätsvoll bei liturgischen Anlässen mitzuwirken, ohne allzu viel Übe-Aufwand betreiben zu müssen. Das Vorwort lässt keine Wünsche offen, und der Band lohnt sich auf alle Fälle für jeden nebenamtlichen Organisten, ebenso für Unterrichtszwecke. Alle Stücke sind problemlos auf einmanualigen Instrumenten ausführbar.“
[Johannes von Erdmann in: Kirchenmusik im Bistum Limburg 2/2007]